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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

17-jähriger Syrer schlägt Rettungssanitäter in Waren

Datum: 29.06.2020
Rubrik: Polizei

Waren. In der Nacht zum 29. Juni ist es in der Strandstraße in Waren zu einem Angriff auf Rettungskräfte gekommen. Nach dem bisherigen Stand der Ermittlungen wurde die Besatzung eines Rettungswagens in die Strandstraße gerufen, da sich dort angeblich eine hilflose, stark alkoholisierte Person auf der Straße befinden sollte. Bei der vermeintlich hilflosen, alkoholisierten Person, dem späteren Beschuldigten, handelte es sich um einen 17-jährigen afghanischen Jugendlichen. Als die Rettungssanitäter vor Ort eintrafen, befanden sich neben dem Beschuldigten noch zwei seiner Freunde im Alter von 19 (syrischer Nationalität) und 21 Jahren (bislang unbekannter Nationalität) mit einem Pkw BMW sowie die Freundin des Beschuldigten, eine 16-jährige Deutsche, vor Ort.

Noch bevor die beiden Rettungssanitäter sich um den vermeintlich Hilflosen kümmern konnten, gingen die zwei Freunde auf die Sanitäter los, um eine Untersuchung bei dem 17-Jährigen zu verhindern. Sie forderten die Retter auf wieder wegzufahren.

Einer der Sanitäter versuchte daraufhin, die Freundin des 17-Jährigen zur Sache zu befragen. Das gefiel dem syrischen Jugendlichen überhaupt nicht. Er reagierte äußerst aggressiv und war plötzlich überhaupt nicht mehr hilflos. Er ging auf den 45-jährigen Rettungssanitäter los und schlug ihm unvermittelt mit der Faust ins Gesicht und verletzte ihn. Die Freunde drängten sich daraufhin zwischen den Beschuldigten und den Geschädigten und forderten die Besatzung des Rettungswagens erneut auf wegzufahren.

Den inzwischen alarmierten Beamten des Polizeihauptreviers Waren gelang es schließlich, die Situation vor Ort zu klären und die Personen voneinander zu trennen. Der Beschuldigte war während des gesamten Einsatzes verbal sehr aggressiv. Ein durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,48 Promille. Da der Beschuldigte weder hilflos noch verletzt war und sich auch nicht behandeln lassen wollte, wurde er nach Feststellung seiner Identität und nach der Erteilung eines Platzverweises vor Ort entlassen.

Die Ermittlungen gegen den Beschuldigten wegen des tätlichen Angriffs und Körperverletzung wurden aufgenommen und dauern an.

Quelle. Polizeiinspektion Neubrandenburg

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