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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Psychosoziale Prozessbegleitung für Kinder als Opfer vor Gericht auch ohne Antrag

Datum: 09.07.2020
Rubrik: Politik

Schwerin. „Das Hilfsangebot der psychosozialen Prozessbegleitung muss weiter gestärkt werden. Ich möchte, dass Verletzte von Straftaten künftig noch besser unterstützt werden. Auf der diesjährigen Justizministerkonferenz werde ich daher einen entsprechenden Beschlussvorschlag einbringen, nach dem Kinder als Opfer von schweren Sexual- und Gewaltstraftaten nicht mehr eine Prozessbegleitung bei Gericht beantragen müssen, sondern diese Begleitung auch ohne Antrag, also von Amts wegen, angeordnet werden kann. Viele Eltern betroffener Kinder, die einen gesetzlichen Anspruch auf psychosoziale Prozessbegleitung haben, wissen gar nichts davon oder scheuen sich davor, einen solchen Antrag zu stellen. Die psychosoziale Prozessbegleitung halte ich aber für ein derart wichtiges Instrument, dass ich mit meinen Kolleginnen und Kollegen auch darüber sprechen werde, ob die psychosoziale Prozessbegleitung nicht auch für alle Opfer häuslicher Gewalt ermöglicht werden kann. Das müsste dann bundesgesetzlich festgeschrieben werden“, sagt Justizministerin Katy Hoffmeister. Zur Konferenz der Justizministerinnen und Justizminister in Bremen im November will sie einen Beschlussvorschlag vorlegen.

Minderjährige und besonders schutzbedürftige erwachsene Opfer von schweren Sexual- und Gewaltstraftaten haben seit 2017 einen Anspruch auf die für sie kostenlose psychosoziale Prozessbegleitung. In Mecklenburg-Vorpommern sind es zurzeit 13 hierfür anerkannte psychosoziale Prozessbegleiterinnen und Prozessbegleiter. Im Jahr 2019 wurden von Gerichten 30 Strafverfahren erledigt, in denen Prozessbegleitungen beantragt worden war. Opfer von schweren Sexual- und Gewaltstraftaten werden dabei auf den Ablauf eines Gerichtsverfahrens und auf ein erneutes Aufeinandertreffen mit dem Tatverdächtigen vorbereitet. Inhalte des Verfahrens werden nicht besprochen.

Quelle.  Justizministerium, Foto: Jenko Ataman

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