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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

63-Jährige und 77-Jähriger aus Seenplatte verlieren viel Geld an Betrüger

Datum: 30.10.2020
Rubrik: Polizei

Neubrandenburg. Sage und schreibe zehn Betrugsfälle wurden am 29. Oktober in Neubrandenburg angezeigt. In allen Fällen gab sich der Anrufer als Polizist aus. Bei seinen Anrufen ging es um Verkehrsunfälle, verletzte Angehörige, Kautionen, Diebesbanden und es ging immer um Geld. Und leider führte einer dieser Anrufe tatsächlich zum Erfolg.

In den Mittagsstunden rief ein Thomas Krüger von der Kriminalpolizei bei einem 77-jährigen Neubrandenburger an. Dem Neubrandenburger wurde am Telefon weisgemacht, dass eine Diebesbande gefasst wurde. Einer der Täter konnte jedoch flüchten. Die anderen Tatverdächtigen hätten einen Zettel mit Namen, Anschrift und Bankdaten des Geschädigten dabei gehabt, daher fürchte die Polizei nun um seine Sicherheit. Man wolle dem flüchtigen Täter eine Falle stellen und benötige dafür Geld als Lockmittel. Das Geld sollte der Senior auf ein ausländisches Konto überweisen. Der 77-Jährige begab sich zur Bank und überwies mehr als 5000 Euro. Als er wieder zu Hause war, riefen die Betrüger erneut an und gaben an, weitere 8000 Euro zu benötigen. Das Geld würde er sofort nach Ergreifung wieder bekommen. Daraufhin wurde der Geschädigte skeptisch und informierte die echte Polizei.

Diese Masche ist in dieser leichten Abwandlung neu. Üblicherweise will der falsche Polizist die Wertgegenstände sicherstellen, damit sie nicht gestohlen werden und schickt Kollegen in zivil, um sie abzuholen.

Auch ein Liebesbetrug (Romance Scam) ist wieder geglückt. Eine Frau aus der Nähe von Friedland ist darauf herein gefallen. Die 63-jährige Deutsche wurde über Facebook von einem angeblichen General der United Nation angeschrieben. Er nannte sich Robert Kienäppel. Es wurden über einen längeren Zeitraum zahlreiche Liebesbekundungen ausgetauscht. Schließlich teilte er ihr mit, dass er sich auf geheimer Mission in Kabul befände. Er wolle jedoch aus diesem Einsatz raus und sich zur Ruhe setzen. Dazu müsse er sich freikaufen. Die Geschädigte korrespondierte per Mail mit der "United Nation" und bat dort um den Freikauf des Generals. Dieser wurde gegen Zahlung von circa 5000 Euro gewährt. Durch ihre Hausbank wurde ihr später mitgeteilt, dass es sich wahrscheinlich um Betrug handelt und die 63-Jährige erstattete Anzeige.

Quelle. Polizeipräsidium Neubrandenburg/Foto: Nordkurier-Archiv

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