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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Brandenburg bereitet Start der Corona-Impfungen vor

Datum: 16.11.2020
Rubrik: Gesellschaft

Potsdam. Das Land Brandenburg bereitet den Start der Corona-Impfungen vor. Erste Impfzentren sollen in Potsdam und im Raum Cottbus entstehen. Mobile Impfteams sollen in Pflegeeinrichtungen und Krankenhäusern impfen. Impf-Materialien werden beschafft. Das sind zusammen gefasst die Schritte, die als erste im Land Brandenburg eingeleitet werden sollen. 

Das Land Brandenburg bereitet sich mit Hochdruck auf den Start der Corona-Impfungen vor. Das Gesundheitsministerium führt dazu notwendige Gespräche mit den Kommunen, der Kassenärztlichen Vereinigung (KVBB), Hilfsorganisationen, Bundeswehr und weiteren wichtigen Partnern der gesundheitlichen und pflegerischen Versorgung.

Es ist geplant, zunächst mit zwei größeren Impfzentren im Land sowie mehreren mobilen Impfteams zu starten. Sobald ein zugelassener Impfstoff verfügbar ist, soll ein Impfzentrum in Potsdam und eins im Raum Cottbus aufgebaut sein. Die genauen Standorte stehen zurzeit noch nicht fest. Von dort aus startend sollen die Impfungen flächendeckend ausgerollt werden. Langfristig sollen weitere Impfzentren entstehen. Das erklärte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher.

Gesundheitsministerin Nonnemacher informierte: „Über die Nachricht, dass schon bald erste Impfstoffe zugelassen werden könnten, bin ich sehr froh. Es ist der Schlüssel für die Rückkehr zur Normalität, die wir uns zwar bald wünschen, bis zu der es aber noch ein langer Weg ist. Unser Ziel ist es, landesweit so schnell wie möglich hohe Impfraten zu erreichen. Wann genau Impfstoffe tatsächlich zur Verfügung stehen, ist aber noch offen. Zur Wahrheit gehört auch, dass die Impfung weiter Teile der Bevölkerung viel Zeit und viele Ressourcen in Anspruch nehmen wird. Anfangs werden nur begrenzt Impfdosen verfügbar sein. Deshalb werden – nach den Leitlinien der Ständigen Impfkommission (STIKO), des Deutsche Ethikrats und der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina – zuerst nur Menschen, die zu einer Risikogruppe gehören, sowie Beschäftigte aus systemrelevanten Bereichen wie dem Gesundheitswesen und der Pflege berücksichtigt werden können. Allerdings können auch diese Empfehlungen erst dann präzisieret werden, wenn der jeweilige Impfstoff tatsächlich vorliegt. Die Vorbereitung für einen reibungslosen Start der Impfungen laufen in Brandenburg, wie in ganz Deutschland, auf Hochtouren.“

Das Land sei auf die Unterstützung aller Kräfte im Gesundheitswesen, von Hilfsorganisationen, der Bundeswehr und des Zivil- und Katastrophenschutzes angewiesen. „Uns ist bewusst, dass die Umsetzung der nationalen Impfstrategie besonders für die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte eine enorme zusätzliche Belastung darstellt. Ich danke der Kassenärztlichen Vereinigung sowie Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, dass sie uns bei der Organisation und der Ausstattung der notwendigen Impfzentren und bei der Durchführung der Impfungen unterstützen“, so Nonnemacher.

Bund und Länder haben sich vor einer Woche auf ein einheitliches Vorgehen beim Impfen verständigt. Die COVID-19-Impfstoffe werden vom Bund über die Europäische Union beschafft, finanziert und an zentrale Anlaufstellen in den Ländern geliefert. Die Länder sind für die strategische Planung der Impfzentren sowie mobiler Teams, der Planung hinsichtlich der beteiligten Akteure, für die Beschaffung und Finanzierung der zur Impfung erforderlichen Materialien (zum Beispiel Kochsalzlösung, Spritzen, Kanülen, Hautdesinfektion, Pflaster) sowie für die Organisation und Durchführung der Impfungen in Impfzentren und durch mobile Teams verantwortlich. Bei Bedarf können die Länder die jeweilige Kassenärztliche Vereinigung und weitere Akteure in deren Aufbau und die Organisation einbinden. Der Bund wird sich hälftig über die GKV an den Kosten der Impfzentren einschließlich mobiler Impfteams beteiligen.

Mit Unterstützung des Innenministeriums wird in Brandenburg die zur Impfung erforderlichen Materialien über den Zentraldienst der Polizei des Landes Brandenburg (ZDPol) beschafft. Erste Bestellungen sind bereits ausgelöst. Unter anderem werden vom Land rund 3 Millionen 1ml-Spritzen und Kanülen, rund 3 Millionen Pflaster, über 3,5 Millionen Alkoholtupfer sowie Ultratiefkühltruhen und Kühlcontainer beschafft. Brandenburg hat sich für eine zentrale Anlaufstelle für die Anlieferung der Impfstoffe entschieden.

Quelle. Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg/Foto: Bernd Wüstneck

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