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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Vermittlungsplattform möchte Pflegefachkräfte und Einrichtungen zusammenbringen

Datum: 17.12.2020
Rubrik: Wirtschaft

Potsdam. In der COVID-19-Pandemie stoßen immer mehr Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen an ihre Grenzen, da auch viele Pflegekräfte erkranken oder in Quarantäne müssen. Verfügbare Pflegefachkräfte und Einrichtungen mit Personalbedarf in dieser Krise schnell zusammenbringen – das ist das Ziel der Vermittlungsplattform #pflegereserve. Das Land Brandenburg nutzt und unterstützt diese von der Bertelsmann Stiftung betriebene Plattform, um im Bedarfsfall möglichen Personalengpässen in Krankenhäusern sowie stationären und ambulanten Pflegeeinrichtungen begegnen zu können. Fachkräfte, die derzeit nicht im Beruf arbeiten, sind aufgerufen, sich auf https://pflegereserve.de/#/bb zu registrieren und Einrichtungen zu unterstützen.

Gleichzeitig rufen Sozialministerin Ursula Nonnemacher und Bernd Mones, Vorsitzender der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege – Spitzenverbände im Land Brandenburg, zum freiwilligen Engagement bei Schnell-Testungen auf COVID-19 in Pflegeeinrichtungen und Wohnformen für Menschen mit Behinderung auf.

Sozialministerin Nonnemacher: „In Pflegeeinrichtung leben ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen, die wir besonders vor einer Infektion schützen müssen. Deshalb haben wir mit der neuen Eindämmungsverordnung für Beschäftigte in Pflegeeinrichtungen und Wohnformen jetzt verpflichtend regelmäßige Testungen eingeführt. Tests sind eine wichtige Maßnahme, um eine unbemerkte Verbreitung des Virus in diesen sensiblen Orten vorzubeugen. Da die Personaldecke in den Einrichtungen durch Ausfälle eng ist und der Fokus unbedingt weiter auf einer guten Versorgung von Bewohnerinnen und Bewohnern liegen muss, rufen wir auch Freiwillige auf, Pflegeheime zu unterstützen.“

LIGA-Vorsitzender Mones: „Die Einrichtungen sind bereits seit Wochen mit allen Kräften bestrebt, diese Chance zu nutzen und flächendeckende Testungen der Beschäftigten sowie Bewohnerinnen und Bewohnern durchzuführen. Die Freiwilligen erhalten eine Schulung, wie die Tests anzuwenden sind, und können sich in Einrichtungen in ihrer Nähe melden. Eine medizinische oder pflegerische Vorbildung ist gut, aber nicht Voraussetzung. Und natürlich erhalten die Freiwilligen die erforderliche Schutzausrüstung und sind damit selbst ausreichend geschützt.“

Antigen-Schnelltest (sog. PoC-Antigen-Tests) sind für Pflegeheime und in der Versorgung von Menschen mit Behinderung eine schnelle und unkomplizierte Möglichkeit, um symptomlose COVID-19-Infektionen zu erkennen. Schon jetzt werden diese Tests vielfach bei den Beschäftigten, Bewohnerinnen und Bewohnern und auch bei Besuchenden angewendet.

Hintergrund zur Plattform #pflegereserve: Die von der Bertelsmann Stiftung betriebene Plattform #pflegereserve ist eine Initiative aus der Zivilgesellschaft. Sie wird unter anderem von der Bundespflegekammer, dem Deutschen Pflegerat und der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen unterstützt sowie vom Deutschen Roten Kreuz empfohlen. Die Plattform verfolgt das Ziel, möglichst schnell, unbürokratisch und zielgerichtet Pflegekräfte, die derzeit nicht im Beruf arbeiten, für einen Hilfseinsatz während der Covid-19-Pandemie zu mobilisieren und an Krankenhäuser sowie ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen zu vermitteln. Dadurch soll eine Entlastung des Pflegepersonals aufgrund der enormen Arbeitsbelastungen und der Aufbau eines Pflegepools für den Ernstfall geschaffen werden. Pflegefachkräfte und Pflegehilfskräfte sowie Menschen mit pflegenahen Qualifikationen, die derzeit nicht in ihrem erlernten Beruf arbeiten, können sich über die Plattform registrieren lassen, um sich für mögliche Kriseneinsätze an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen vermitteln zu lassen.

Unter https://pflegereserve.de/#/bb können sich sowohl Fachkräfte als auch Versorgungseinrichtungen registrieren.

Quelle. Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg/Foto: Bundesregierung/Liesa Johannssen

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