Informationen über Cookies auf dieser Website

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Fehlende Seniorenwohnungen in der Uckermark

Datum: 28.12.2020
Rubrik: Gesellschaft

Uckermark. Immer mehr Senioren – aber auch genug altersgerechter Wohnraum? Im Landkreis Uckermark könnte die Zahl der Menschen, die älter als 65 sind, bis zum Jahr 2035 auf 37.900 anwachsen – das sind 17 Prozent mehr als noch im Jahr 2017. Ihr Anteil an der Bevölkerung läge dann bei 40 Prozent (2017: 27 Prozent). Darauf hat die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) hingewiesen. Die Gewerkschaft beruft sich hierbei auf eine Demografie-Prognose des CIMA Instituts für Regionalwirtschaft – und fordert mehr Anstrengungen bei der Schaffung seniorengerechter Wohnungen: „Lift statt Treppe, breitere Türen für Rollator und Rollstuhl, barrierefreie Duschen – nur ein kleiner Teil der Wohnungen im Landkreis ist für die rasant wachsende Generation Ü65 geeignet. Das muss sich ändern“, sagt Astrid Gehrke.

Die Bezirksvorsitzende der IG BAU Oderland spricht von einer „demografischen Notwendigkeit“. Es müssten nicht nur zusätzliche Seniorenwohnungen neu gebaut werden. Auch bei der altersgerechten Sanierung bestehender Wohnungen sei der Nachholbedarf groß. „Wenn die Rentner-Generation nicht stärker berücksichtigt wird, droht vielerorts schon in einigen Jahren eine graue Wohnungsnot“, betont Gehrke. Dieses Problem werde bereits jetzt durch die Corona-Pandemie verschärft, weil gerade ältere Menschen einen Großteil des Tages zuhause verbringen müssten.

Die staatliche Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) biete mit ihrem Programm „Altersgerecht Umbauen“ zwar Zuschüsse und Kredite. Das Fördervolumen von 150 Millionen Euro in diesem Jahr reiche aber nicht aus, kritisiert die IG BAU. Der Bund müsse die Förderung mindestens verdoppeln, um das Senioren-Wohnen voranzubringen. Danach sieht es derzeit allerdings nicht aus: Laut Haushaltsplan stehen für die altersgerechten Sanierung im nächsten Jahr nur noch 130 Millionen Euro zur Verfügung.

Am Ende stehe die Lebensqualität Tausender Menschen im Kreis Uckermark auf dem Spiel. „Es kann nicht sein, dass ein Rentner nur deshalb ins teure Pflegeheim muss, weil eine ambulante Betreuung an der seniorengerechten Ausstattung der eigenen Wohnung scheitert“, macht Gehrke deutlich.

 

Foto: IG Bau

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik


Codierungs-Aktion soll Tordiebe...

Gartz. Vom Eise befreit sind Strom und Bäche – diese Zeilen aus Goethes Feder passen wunderbar auf die... [zum Beitrag]

Blumberger Mühle ist wieder für...

Angermünde. Das NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle öffnet ab dem 1. März wieder seine Türen.... [zum Beitrag]

UM.tv 26.02.2021

Themen: Wenn Mama nicht richtig lesen kann-Erwachsene Analphabeten lernen in Prenzlau lesen und... [zum Beitrag]

91 neue Corona-Fälle in Brandenburg...

Potsdam. In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten COVID-19-Fälle innerhalb der letzten 24... [zum Beitrag]

Welttag der sozialen Gerechtigkeit

Am 20. Februar machen die Vereinten Nationen mit dem Welttag der sozialen Gerechtigkeit jedes Jahr auf... [zum Beitrag]

Es gibt Impftermine für Beschäftigte...

Prenzlau.  Ab sofort können sich unter anderem auch alle Beschäftigten in Kindertagesstätten, die der... [zum Beitrag]

Wenn Mama nicht richtig lesen kann

Prenzlau. In der Uckermark gibt es etwa 10 000 Frauen und Männer, die nicht richtig lesen und schreiben... [zum Beitrag]

157 neue Corona-Fälle in Brandenburg...

Potsdam. In Brandenburg hat sich die Zahl der laborbestätigten COVID-19-Fälle innerhalb der letzten 24... [zum Beitrag]

Ab dem zweiten Quartal wird...

Potsdam. Ab Anfang des zweiten Quartals ist in Brandenburg mit einer erheblichen Zunahme der Lieferung von... [zum Beitrag]