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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Anmeldefrist für Opfer von Leid und Unrecht endet in vier Wochen

Datum: 09.06.2021
Rubrik: Politik

Potsdam. Menschen, die als Minderjährige in der Bundesrepublik bis 1975 und in der DDR bis 1990 in stationären Einrichtungen der Psychiatrie oder Behindertenhilfe Leid und Unrecht erfuhren, können sich noch bis zum 30. Juni bei der „Stiftung Anerkennung und Hilfe“ melden, um eine Unterstützung von 9000 Euro zu erhalten. Dann endet die verlängerte Frist, auf die sich Bund, Länder und Kirchen als Errichter der Stiftung vergangenen Herbst verständigt hatten. Schläge, Freiheitsberaubungen, verbale Demütigungen sind einige der vielen Formen von Leid und Unrecht, die Kinder in stationären Einrichtungen erlitten. Bei vielen wurde die Entwicklung nachhaltig beeinträchtigt, Förderung verweigert, Chancen nicht gewährt. So sind viele von ihnen heute noch abhängig vom Hilfesystem oder können nicht selbständig leben.

Dr. Maria Nooke, Landesbeauftragte zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur, sagt angesichts des bevorstehenden Endes der Anmeldefrist: „Gut 2300 Menschen aus Brandenburg haben sich bisher insgesamt angemeldet. Ich hoffe, dass noch viele Betroffene einen Antrag auf Unterstützung stellen und die Möglichkeit nutzen, ihre gegenwärtige Lebenssituation zu verbessern. Um der Öffentlichkeit darzustellen, welche Belastungen eine Kindheit oder Jugend in stationärer Unterbringung bedeuten konnte, haben wir zusammen mit der Lebenshilfe Landesverband Brandenburg e.V. den Film „Trotzdem ICH“ produziert. Der neue Podcast der LAkD „Leid und Unrecht anerkennen“ stellt ebenfalls Lebensgeschichten vor und zeigt die sensible Arbeit der Beraterinnen und Berater.“

Bisher wurden für Betroffene aus dem Land Brandenburg knapp 15 Millionen Euro Hilfen ausgezahlt. Anmelden können sich Betroffene bei der Anlauf- und Beratungsstelle in Potsdam, die sich in Trägerschaft der Beauftragten des Landes Brandenburg zur Aufarbeitung der Folgen der kommunistischen Diktatur befindet. Betroffene erhalten nach der Glaubhaftmachung von Leid und Unrecht und deren Folgen eine einmalige Geldpauschale in Höhe von 9000 Euro. Mussten sie im Alter zwischen 14 und 18 Jahren in der Psychiatrie oder Behinderteneinrichtung arbeiten, können einmalig bis zu 5000 Euro gezahlt werden, wenn diese Tätigkeit nicht bei der Rente berücksichtigt wird. Erreichbarkeit der Anlauf- und Beratungsstelle für das Land Brandenburg: Dienstag, Donnerstag, Freitag 9 bis 13 Uhr Donnerstag 14 bis 17 Uhr Adresse: Friedrich-Engels-Str. 92 / Am Stellwerk 1, 14473 Potsdam Telefon: 0331 237 292 60 Fax: 0331 237 292 66 E-Mail: anerkennung.hilfe@lakd.brandenburg.de

Internet: www.aufarbeitung.brandenburg.de www.stiftung-anerkennung-hilfe.de

Film und Podcast finden Sie hier: https://aufarbeitung.brandenburg.de/stiftung-anerkennung-und-hilfe/

Die gemeinnützige Stiftung wird gemeinsam vom Bund, von den Ländern sowie von den evangelischen und katholischen Kirchen getragen und besteht für den Zeitraum 2017 bis 2023.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz/Foto: Patrick Pleul

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