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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Welttag der Ranger*innen

Datum: 23.07.2021
Rubrik: Gesellschaft

Brandenburg. Weltweit engagieren sich mehr als 300.000 Rangerinnen und Ranger für den Erhalt der Artenvielfalt und eine intakte Umwelt. Am 31. Juli würdigt der World Ranger Day ihren mitunter lebensgefährlichen Einsatz. Auch die 87 Ranger:innen aus Brandenburg beteiligen sich am Welttag der Ranger und klären im Rahmen von Führungen über die Arbeit ihrer Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern auf. Sie sammeln zudem Spenden für ein Partnerprojekt in El Salvador.

„Am World Ranger Day blicken wir als Naturwacht ganz bewusst etwas weiter über den Tellerrand. Wir erklären den Gästen unserer Führungen, wie wichtig der weltweite Einsatz der Ranger:innen für die biologische Vielfalt ist – vor allem für uns Menschen selbst“, sagt Naturwacht-Leiterin Britta Schmidt. Auch in den 15 Brandenburger Naturlandschaften – dem Arbeitsgebiet der Naturwacht – spielt der Erhalt der biologischen Vielfalt eine große Rolle. „Wir sehen hierzulande zwar einige positive Bestandsentwicklungen bei Arten wie Fischotter, Seeadler oder Großtrappe. Insgesamt werden die Roten Listen mit den vom Aussterben bedrohten Arten jedoch immer länger. Weltweit betrachtet ist diese Entwicklung mehr als besorgniserregend“, so Britta Schmidt. Umso wichtiger ist eine gute Ausstattung für die Arbeit der Ranger:innen. Vor allem in ärmeren Ländern des globalen Südens sind diese jedoch mitunter katastrophal.

Es kommt immer wieder vor, dass Ranger im Einsatz ums Leben kommen. Die International Ranger Federation (IRF) registrierte zwischen 2009 und 2020 weltweit 1175 Todesfälle. Ein Großteil der Opfer stammt aus Afrika (421) und Asien (568). Doch auch in Nord-, Mittel- und Südamerika (63, 18, 58) sowie Europa (33) sterben regelmäßig Rangerinnen und Ranger im Dienst. Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Dunkelziffer höher liegt. „Durch internationalen Austausch wissen wir sehr genau, dass viele unserer Kolleg:innen täglich ihr Leben aufs Spiel setzen, zum Beispiel bei gewaltsamen Konflikten mit Wilderern“, so die Naturwacht-Leiterin. Fast jeder zweite Ranger starb laut IRF durch die Hand von Wilderern, andere durch zum Teil tragische Arbeitsunfälle. Insbesondere in den ärmeren Regionen Afrikas und Asiens herrschen schlechte Arbeitsbedingungen. Eine Studie des WWF von 2018 weist als Hauptprobleme unregelmäßige Lohnzahlungen, mangelhafte oder fehlende Ausrüstung und Versorgung sowie viele Überstunden aus. Jeder siebte Ranger in Afrika und Asien wurde schon einmal im Dienst schwer verletzt.

Die Naturwacht Brandenburg nimmt den World Ranger Day zum Anlass, im Rahmen von Führungen über die Arbeit von Rangerinnen und Rangern in Brandenburg und weltweit aufzuklären. Die Brandenburger beteiligen sich zum wiederholten Male an den Social-Media-Aktionen der International Ranger Federation (IRF), bei der sich übrigens jede und jeder solidarisch zeigen kann. Unter dem Hashtag #worldrangerday posten am 31. Juli weltweit Menschen Bilder oder sammeln Spenden für die Rangergemeinschaft in ärmeren Regionen. Auch die Naturwacht Brandenburg wirbt um Spenden für ein Partnerprojekt in El Salvador. „Bei den Kolleginnen und Kollegen aus Mittelamerika fehlt es an allen Ecken und Enden. Mit den Spendengeldern sollen Ausrüstungsgegenstände wie Kleidung und Werkzeuge beschafft werden“, erklärt Britta Schmidt.

Die Rangerinnen und Ranger der Naturwacht Brandenburg arbeiten seit 1991 in den 15 Nationalen Naturlandschaften (Großschutzgebieten) des Landes und füllen das Motto „Mittler zwischen Mensch und Natur“ mit Leben. Auf rund 9.000 Quadratkilometern – einem Drittel der Landesfläche – sind sie unterwegs und erfassen Daten zu Tier- und Pflanzenbeständen, Grundwasserspiegeln sowie zur Qualität von Gewässern. Sie setzen im Nationalpark, den drei Biosphärenreservaten und den elf Naturparken zahlreiche Natur- und Artenschutzmaßnahmen um und kontrollieren deren Erfolg.

 

Quelle: Naturwacht Brandenburg

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