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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Die "Neuen" werden im Friedgarten des Dominikanerklosters begrüßt

Datum: 13.09.2021
Rubrik: Gesellschaft

Prenzlau. Ende März ist Marianne Pfotenhauer in die Stadt ihrer Kindheit und Jugend zurückgekehrt. „Bis 1977 habe ich mit meinem Mann und den Kindern in Prenzlau gewohnt. Dann sind wir der Arbeit wegen nach Potsdam gezogen.“ Sie gehört zu den rund 60 Gästen, die die Einladung von Bürgermeister Hendrik Sommer zum Willkommenstag wahrnahmen. Es habe sie wieder in die alte Heimat gezogen. „Mein Mann ist vor zehn Jahren gestorben, die Kinder sind aus dem Haus. In Potsdam fühlte ich mich allein.“ Jetzt wohnt sie gleich neben der Marienkirche und freut sich jeden Tag aufs Neue über den Glockenklang von St. Marien und wie schön die Kirche aussieht, wenn sie abends beleuchtet ist; sie schwärmt von der Uckerpromenade und der Kleinen Heide. „Alles ist so schön, so gepflegt.“

735 Einladungen hatte Anett Hilpert, Büroleiterin des Bürgermeisters, im Vorfeld des Willkommenstages verschickt, hatte Kaffee und Kuchen geordert, die musikalische Untermalung durch Erich Sokolowsky und sein Trio organisiert und Broschüren und Flyer mit Informationen rund um die Stadt besorgt.

„Es ist eine Geste, um die Neuprenzlauer zu begrüßen, ihnen die Stadt vorzustellen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen“, sagt das Stadtoberhaupt. Ebenso wie sein Zweiter Beigeordneter, Dr. Andreas Heinrich, geht der Bürgermeister von Tisch zu Tisch und unterhält sich mit den Gästen, die Gelegenheit nutzen, Fragen zu stellen, Anregungen zu geben. Aus Polen zugezogen sind Wanda Budzich und Dariusz Chrostowski. „Ich habe hier Arbeit bei einem Pflegedienst gefunden“, sagt die Frau. Ihr Mann hingegen suche noch nach einem Job. Der Bürgermeister gibt ihm einen Tipp, wo er es versuchen könne. Vielleicht klappt es ja. Schließlich fühlen sich die beiden in der Stadt wohl, wollen gern bleiben. Auch kritische Anmerkungen nimmt der Bürgermeister mit. „So ging es in einem Gespräch darum, dass Radfahrer oft den Gehweg benutzen und es für Leute, die aus einem Wohnhaus treten, manchmal sehr gefährlich wird. Das ist ein Problem, das wir bei städtebaulichen Lösungen noch mehr beachten müssen.“

Aus ganz unterschiedlichen Beweggründen heraus erfolgen, so Sommer, die Zuzüge. In großer Zahl seien es ältere Menschen, die ihr Haus auf dem Dorf verkauften. „Sie wollen kurze Wege haben, nicht mehr Haus und Hof versorgen müssen“, weiß Mario Göppert. Der Vorstand der Wohnungsgenossenschaft gehört ebenfalls zu den Zuzüglern. In seinem Job begegnen ihm immer wieder Menschen, die es in die Stadt zieht. „Es ist ja auch schön hier“, sagt er und spricht von der positiven Entwicklung, die sich in Prenzlau in den letzten Jahren vollzogen hat. „Und es geht weiter“, betont der Bürgermeister. Er spricht vom Campingplatz, dessen Gästezahlen bereits jetzt über den anfänglichen Prognosen liegen; von der geplanten Erweiterung des Dominikanerklosters, aktuellen und künftigen Straßenbaumaßnahmen und den steten Bestrebungen von Verwaltung und Politik, bei der Entwicklung der Stadt Junge wie Ältere immer im Blick zu haben.

Quelle/Foto: Alexandra Martinot, Stadt Prenzlau

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