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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Vortrag im Museum Angermünde thematisiert jüdischen Arzt

Datum: 16.09.2021
Rubrik: Kultur

Angermünde. Ein weiterer Vortrag im Museum Angermünde widmet sich der jüdischen Kulturgeschichte. Thema des Vortrages ist der jüdische Arzt Dr. Julius Preuss (1861–1913), der in Groß Schönebeck geboren wurde und in Prenzlau und Berlin wirkte. Der Referent Dr. Roland Baur hat sich lange intensiv mit der Medizingeschichte und dem Leben von Julius Preuß befasst.

Julius Preuss, Arzt und Medizinhistoriker, ist der Verfasser des siebenhundert Seiten starken Standardwerkes „Biblisch-talmudische Medizin“. Er ist aus historischen Gründen und als Folge der Zeitenläufe nahezu vergessen. Neben seiner ärztlichen Tätigkeit – er war Prädikatsdoktorand bei Rudolf Virchow und als Wissenschaftler und Mediziner auf der Höhe seiner Zeit – sammelte und ordnete er jüdisches medizinisches Wissen vor allem der mosaischen und talmudischen Zeit (ca. 2000 J. v. Chr – 600 J. n. Chr). Die diesem Wissen immanente Ethik gibt Entscheidungshilfe bei aktuellen medizinischen Fragen wie z.B. Sterbehilfe, Geburtenkontrolle oder Stammzellforschung. So sind auch „die ärztlichen Lehren, die die Juden selbst geschaffen haben oder von fremden entlehnt haben, an der Nachwelt nicht spurlos vorübergegangen“, schreibt Preuss. Die Beschäftigung mit der jüdischen Medizin gibt Einblick in die jüdische Kultur überhaupt, die gelitten hat und vergessen wurde. Es sei aber daran erinnert, dass die jüdischen Mitbürger vor 150 Jahren maßgeblich an der Gestaltung Deutschlands mitgewirkt haben. Die Veranstaltung am 30. September (Donnerstag) beginnt um 19.30 Uhr im Museum Angermünde. Der Eintritt ist kostenlos, um Spenden wird gebeten.

Quelle/Foto: Ralf Gebuhr

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