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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Arbeitslosenquote in Uckermark liegt unter 10 Prozent

Datum: 30.09.2021
Rubrik: Wirtschaft

Uckermark. „Im zurückliegenden Monat September ist es erstmalig in diesem Jahr gelungen die Arbeitslosenquote in der Uckermark unter 10 Prozent zu reduzieren. Sie lag bei 9,7 Prozent und ist damit auf dem niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung“, kommentiert Kathleen Machmer, stellvertretende Leiterin des Jobcenters Uckermark, die guten Ergebnisse. „Diese Entwicklung zeigt, dass die vom Jobcenter Uckermark entwickelten Angebote greifen und damit auch Langzeitarbeitslose erreicht und nachhaltig in Arbeit integriert werden können“, so Kathleen Machmer. Der Arbeitsmarkt zeigte sich im September dynamischer als noch im Vormonat. Arbeitskräfte wurden in den unterschiedlichsten Branchen angefragt und auch der Ausbildungs- und Studienbeginn haben erwartungsgemäß die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen sinken lassen.

Im September 2021 waren im Jobcenter Uckermark 4441 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet. Dies entspricht einer Arbeitslosenquote im SGB II von 7,5 Prozent und einer Reduzierung um 86 Personen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2020 ist der Bestand an Arbeitslosen im Rechtskreis des SGB II um 117 Personen gesunken.

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten sinkt im Monat September 2021 um 61 auf 8795 Personen. Dies sind 603 weniger als noch im September 2020. Auch bei den Bedarfsgemeinschaften ist ein Rückgang zu verzeichnen. Im September 2021 bezogen 7039 Bedarfsgemeinschaften vom Jobcenter Uckermark Leistungen. Das sind 47 Bedarfsgemeinschaften weniger als noch im August 2021. Im Vorjahresmonat waren hingegen noch 512 Bedarfsgemeinschaften mehr auf Leistungen nach dem SGB II angewiesen.

Die Arbeitskräftenachfrage bewegte sich im September auf einem hohen Niveau. Personal wird beim Arbeitgeberservice des Jobcenters Uckermark branchenübergreifend, insbesondere in der Dienstleistungsbranche, in der Pflege, im Einzelhandel, im Handwerk und im HOGA-Bereich nachgefragt. Die Stellenbesetzungen gestalten sich schwierig. Nur wenige Arbeitsuchende bringen die notwendigen Voraussetzungen mit. Obwohl viele Arbeitgeber großzügige Zugeständnisse machen, bleiben viele Stellen unbesetzt. Besonders prekär ist die Situation in der Pflegebranche.

Innovative Projektidee „Gecko“ erhält Förderzusage und startet am 1. November 2021

Das Bundesteilhabegesetz ist die jüngste große Reform zur Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Hieraus ergab sich der Auftrag an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) durch die Erprobung von innovativen Leistungen und innovativen organisatorischen Maßnahmen neue Wege zu finden, um die Erwerbsfähigkeit von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen noch besser zu erhalten bzw. wiederherzustellen. Langfristig soll die Stärkung der Rehabilitation erfolgen und der Zugang in die Erwerbsminderungsrente und die Eingliederungshilfe bzw. Sozialhilfe nachhaltig gesenkt werden. Daher wurde das Bundesprogramm "Innovative Wege zur Teilhabe am Arbeitsleben - rehapro" durch das BMAS ausgelobt. Im Rahmen des zweiten Förderaufrufs setzt das Jobcenter Uckermark im Zeitraum vom 01.11.2021 bis 31.10.2026 das Projekt „Gesundheitscoaching und -kooperation im Jobcenter Uckermark (Gecko)“ um. Der Zuwendungsbescheid liegt bereits vor. Das Fördervolumen für dieses Projekt über 5 Jahre beträgt insgesamt bis zu 2.031.387,90 €.

Projektidee

Gesundheitliche Einschränkungen hindern Kunden des Jobcenters Uckermark seit Jahren zunehmend an der Integration in den Arbeitsmarkt. Eine Strategie zur beruflichen Integration kann viel zu oft nicht entwickelt werden, da medizinische Maßnahmen vorrangig notwendig sind und so kommen die vielfältigen Möglichkeiten der Arbeitsmarktintegration gar nicht erst zum Tragen. Dies führt zu Frust auf beiden Seiten des Jobcenter-Schreibtisches bis hin zur totalen Verweigerung. Das Modellprojekt „Gecko“ ermöglicht es nun, diesen Teufelskreis zu durchbrechen. Drei Projektmitarbeiter haben nunmehr die Möglichkeit sich auf die medizinische Rehabilitation einzelner Betroffener zu konzentrieren, Netzwerke mit einschlägigen Hilfsangeboten zu knüpfen und dank geringem Fallzahlschlüssel die Kunden engmaschig zu begleiten. Die Unterstützung von Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen soll auch durch eine verbesserte Zusammenarbeit der Partner in der medizinischen und beruflichen Rehabilitation hier in der Uckermark erreicht werden.

Für einen Zeitraum von jeweils ca. 2 Jahren können Kunden an dem Projekt teilnehmen. Dies erfolgt unter dem Vorzeichen der Freiwilligkeit und der vertrauensvollen Zusammenarbeit auf Augenhöhe, was im sonst üblichen Zwangskontext Jobcenter neu ist. Die neuartige Beratungs- und Coachingleistung soll mindestens 120 Kunden erreichen. Die Coaches erarbeiten nicht nur gemeinsam mit dem Kunden kleinteilige Handlungsschritte, sondern unterstützen auch in der praktischen Umsetzung. Sie begleiten, strukturieren und halten nach, wo immer es notwendig ist. Darüber hinaus bleiben sie auch bei Rückschlägen und Tiefs ansprechbar, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren oder mangels Zuständigkeit nur an den nächsten zu verweisen. Bei allen Handlungen nimmt der Grundsatz „Hilfe zur Selbsthilfe“ einen hohen Stellenwert ein, um auch langfristige Verbesserungen für die Projektteilnehmer zu erzielen.

Vorbereitung

Gegenwärtig wird der Projektstart am 1. November intensiv vorbereitet. Dabei stehen die Personalbindung, Prozessbeschreibungen und die ersten Kontaktaufnahmen zu möglichen Netzwerkpartnern im Vordergrund. Da der Zuwendungsbescheid bereits im Juni im Jobcenter Uckermark vorlag, gab es eine angemessene Vorlaufzeit für die Projektvorbereitung und eine guten Start am 1. November.

Quelle: Kreisverwaltung Uckermark Jobcenter Uckermark/Foto: R. Hirschberger

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