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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Länderübergreifende Versorgung bei Schlaganfällen

Datum: 27.10.2021
Rubrik: Politik

Brandenburg. Unter der Überschrift „Zukunft der Schlaganfallversorgung: länderübergreifend, transsektoral, interprofessionell“ setzen die Länder Berlin und Brandenburg ihren fachlichen Austausch zur Verbesserung der gesundheitlichen Versorgung mit der diesjährigen „Zukunftswerkstatt Innovative Versorgung“ fort. Die Veranstaltung findet digital am heutigen Mittwoch statt und wird von Brandenburgs Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft und Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci eröffnet. „Für die Gesundheitspolitik in der Region geht es um flächendeckende gleichwertige Versorgung, egal ob im urbanen Raum oder ländlichen Regionen. Eine bedarfs- und qualitätsgerechte flächendeckende Gesundheitsversorgung mit sicherer wohnortnaher Erstdiagnose hat für uns oberste Priorität“, so Staatssekretär Ranft in seinem Grußwort.

In Deutschland erleiden jedes Jahr rund 270.000 Menschen einen Schlaganfall, auch Hirninfarkt genannt (für Brandenburg sind die Schlaganfallzahlen nicht dezidiert darstellbar, da die Mehrzahl der Brandenburger Stroke Units ihre Daten im Register Schlaganfall Nordwestdeutschland dokumentieren). Der Schlaganfall ist die zweithäufigste Todesursache und die häufigste Ursache für Behinderungen im Erwachsenenalter.

Staatssekretär Ranft: „Je schneller der Infarkt behandelt wird, desto besser die Prognose. Für die Schlaganfallversorgung steht in Deutschland ein Netz von 335 hochspezialisierten, zertifizierten Einrichtungen zur Verfügung. Damit ist Deutschland weltweit führend. Diese Einrichtungen – Stroke Units genannt - ermöglichen eine umfassende Behandlung. Zudem sind sie auch die regionalen Organisationszentralen für das Management von Schlaganfallpatienten. Die immer stärkere Verbreitung der Stroke Units zeigt, dass sich diese Einrichtungen als Spezialeinheiten zur Behandlung von Schlaganfällen sehr gut bewährt haben. In Brandenburg sind derzeit 10 Stroke Units zertifiziert, weitere nicht zertifizierte Kliniken sind dem ANNOTeM-Projekt, der Akutneurologischen Versorgung in Nordostdeutschland mit telemedizinischer Unterstützung, angeschlossen. Selbst schwere Krankheitsfälle können in den Stroke Units auf hohem internationalen Niveau und mit großen Erfolgsaussichten behandelt werden. Ein weiterer konstanter Ausbau dieser Versorgung in Deutschland in den nächsten Jahren ist dennoch wünschenswert.“

Die Länder Berlin und Brandenburg haben in diesem Jahr erstmals ihre jeweiligen Krankenhauspläne auf der Grundlage gemeinsamer Versorgungsziele und Planungsgrundsätze beschlossen. Aufgrund einer sich immer weiter entwickelnden Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg wurden beispielsweise die Planungszyklen harmonisiert, so dass die Laufzeiten der Krankenhauspläne von Berlin und Brandenburg synchronisiert sind. Als eine Vorbereitung für die stärkere Zusammenarbeit in der Gesundheitsversorgung findet bereits seit dem Jahr 2014 jährlich eine „Zukunftswerkstatt zur Innovativen Versorgung“ statt. In diesen Zukunftswerkstätten tauschen sich Fachleute aus beiden Ländern zu ausgewählten Versorgungsbereichen aus.

Die Werkstatt dient als Dialogplattform, kreative Ideenschmiede und Impulsgeberin für die an der Gesundheitsversorgung beteiligten Akteure in der Region Berlin-Brandenburg. Im Fokus steht dabei die Entwicklung neuer Lösungsansätze für eine qualitativ hochwertige Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Ihren unterschiedlichen Ausgangssituationen in der Metropolenregion sowie des ländlichen Raumes in Brandenburg.

Die bisherigen Themen der Zukunftswerkstatt: Altersmedizin und Geriatrie (2014), Notfallversorgung (2015), Zukunft der Kinder- und Jugendmedizin in Metropole und Fläche (2016), Innovative sektorübergreifende Versorgungsansätze für Menschen mit psychischen Erkrankungen (2017), Notfallversorgung 2.0 (2018) und Transsektorale Versorgung in der Herzmedizin – Von der Prävention bis zur Rehabilitation (2019), Länderübergreifende Versorgung mit und nach Corona (2020).

 

Quelle: MSGIV / Foto: Hans Wiedl

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