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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Weltenbummler kommt zurück in die Oder

Fisch ohne Schuppen kann 5 Meter lang werden

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Datum: 26.04.2022
Rubrik: Gesellschaft

Angermünde. Der Stör, in Fachkreisen auch urtümlicher Knochenfisch genannt, ist schon eine Besonderheit in der Unterwasserwelt. So hat der charismatische Spitzmäuler keine Gräten. Sein Gehirn wird sogar durch Schädelknochen gestützt und sein Skelett besteht aus Knorpel. Schuppen sucht man beim Stör vergeblich, dafür hat er Knochenplatten. Berühmt ist er für seinen Kaviar und auch sein Fleisch ist sehr schmackhaft. Das sind zwei Gründe dafür, warum seinesgleichen vom Aussterben bedroht ist. Auch in der Oder war er einst heimisch und seit 15 Jahren wird daran gearbeitet, ihn quasi wieder einzubürgern.

Und dafür sieht es richtig gut aus. Denn der Störbesatz in der Oder wird seit 15 Jahren durchgeführt. Eine denkwürdige Zeitspanne, denn mit 15 Jahren werden die Baltischen Störe erstmals geschlechtsreif. Es ist also wahrscheinlich, dass bald die ersten Rückkehrer der insgesamt 3,5 Millionen ausgesetzten Störe in die Oder zurückkommen, um zum Bestandsaufbau selbst beizutragen. Und davon profitiert nicht nur der Stör selbst. Wobei, bis der Stör wieder zurück in die Oder kommt, macht er erst mal eine kleine Weltreise.

Wenn man den anadromen Wanderfisch in Ruhe lässt, wird ein gigantischer Methusalem aus ihm. Denn er kann bis zu 120 Jahre alt werden und bringt es schon mal auf bis zu 5 Meter Körperlänge sowie 600 Kilogramm Gewicht. Mit etwa 15 Jahren ist der Stör auf etwa 1,80 Meter Länge angewachsen. Diese Riesen sind nun bald in der Oder zu finden. Jetzt wurden erst mal wieder Mini-Störe ins Wasser gelassen. Die sind circa drei Monate alt. In der Teichwirtschaft der Blumberger Mühle sind die Jungstöre in den letzten drei Monaten auf eine Länge von etwa 10 cm herangewachsen. In Containern starteten die 500 Jungstöre ihre erste Reise, die sie zunächst an die Oder brachte. Von dort müssen die kleinen Racker allein weiterkommen.

Seit 2013 unterstützt der NABU Bundesverband dieses Projekt. In der Teichwirtschaft des NABU-Zentrums Blumberger Mühle werden sowohl zukünftige Elterntiere des Baltischen Störs als auch Jungfische für die Auswilderung in der Oder herangezogen. Der Störbesatz wurde zusammen mit dem LeibnizInstitut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) durchgeführt.  


 

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