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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Der "Armeeknast der DDR" stand in Schwedt

Verein bietet regelmäßige Führungen an

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Datum: 29.04.2022
Rubrik: Gesellschaft

Schwedt. Schwedt trieb zu DDR-Zeiten so manchem NVA-Soldaten den Angstschweiß auf die Stirn. In Schwedt stand das Militärgefängnis der Deutschen Demokratischen Republik. Hierher kamen Angehörige der Nationalen Volksarmee (NVA), der Kasernierten Einheiten und des Ministeriums des Inneren. Schon kleine Delikte genügten, um nach Schwedt gebracht zu werden. Dahinter steckte nicht selten Kalkül. Ein Vorwand war gesucht und gefunden worden, um eigentlich die Individualität und das Andersdenken zu bestrafen und zu zerstören. Tausende sind in den Jahren 1968 bis 1990 im Schwedter Militärgefängnis inhaftiert gewesen. Es gab drei Strafarten: Strafarrest, Militärstrafvollzug und Dienst in der Disziplinareinheit. Angenehm war keine der drei Möglichkeiten, im Schwedter Militärgefängnis eingesperrt zu sein. Nicht wenige gingen als gebrochene Männer wieder zurück zu ihren NVA-Einheiten, denn die Zeit in Schwedt musste nachgedient werden.  

Im März 2013 gründete sich der Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt e.V., denn die Geschichte des Militärgefängnisses der DDR sollte nicht in Vergessenheit geraten.

Detlef Fahle hat sich während seiner Zeit in der NVA – er war damals 19 Jahre jung - nichts zuschulden kommen lassen. Ihm wurde seine Homosexualität zum Verhängnis. Er wurde schikaniert von Vorgesetzten und Kameraden. Das Ganze gipfelte darin, dass ein angetrunkener Fähnrich den jungen Soldaten mit der Dienstwaffe bedrohte. Der Vorfall eskalierte.

Ein furchtbares Vorhaben ist dem damals 19-Jährigen zum Glück nicht gelungen. Was folgte, war indes die Inhaftierung im Schwedter Militärgefängnis. Drei Monate musste er einsitzen. Diese Zeit prägte Detlef Fahle. Einige Vorfälle hat er nie vergessen können.

Nicht gerade abwechslungsreich für einen jungen intelligenten Menschen. An den Wochenenden kam dann noch die große Revier-Reinigung inklusive Matratzenklopfen hinzu. Detlef Fahle und alle, die eine Haftzeit in Schwedt hinter sich bringen mussten, waren einer Diktatur ausgeliefert. Den Unterschied zwischen Demokratie und Diktatur möchte der Verein DDR-Militärgefängnis Schwedt gern vor allem den jungen Besuchern aufzeigen. Es kommen nur leider zu wenige Schulklassen.

Regelmäßig laden der 58-Jährige und seine Mitstreiter zu öffentlichen Führungen in die noch vorhandenen Gebäude ein. Die Baracke, in der die Gefangenen untergebracht waren, ist schon lange abgerissen. Neben ehemaligen Häftlingen engagieren sich auch einstige Mitarbeiter des Gefängnisses in dem Verein, der sich aus Spenden und Mitgliedsbeiträgen finanziert.  

DDR-Militärgefängnis Schwedt e. V 

 

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