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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

In Prenzlau wird Befreiung vom Hitlerfaschismus gedacht

Datum: 09.05.2022
Rubrik: Gesellschaft

Prenzlau. Bürgerinnen und Bürger, Stadtverordnete, Vertreter der Verwaltung sowie Oliver Breithaupt, Geschäftsführer des Landesverbandes Brandenburg des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. nahmen an der Gedenkveranstaltung anlässlich des 77. Jahrestages der Befreiung vom Hitlerfaschismus in Prenzlau teil. Der Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung, Ludger Melters (CDU), machte anhand geschichtlicher Beispiele deutlich, dass Kriege am Ende nie wirklich Gewinner hatten, sondern vielmehr vor allem eines brachten: Elend und Leid für die Menschen. Der Dreißigjährige Krieg ebenso wie der Zweite Weltkrieg, der vor 77 Jahren endete. Vor dem Hintergrund des aktuellen Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt, sagte Melters: „Mit diesem Krieg löste Putin eine Zeitenwende aus. Plötzlich wurden sich die europäischen Völker ihrer Verwundbarkeit bewusst. Die allgemein als stabil angesehene europäische Friedensordnung war umgestoßen worden.“ Ein Ende des Krieges, so Melters, sei augenblicklich nicht absehbar. Doch auch wenn es heute vielleicht noch sehr früh dafür erscheine, so brauche es doch „auch Ideen, wie ein Frieden aussehen soll.  Der lateineische Spruch ‚Quidquid agis, prudenter agas et respice finem‘ – ‚Was immer du tust, handele klug und bedenke das Ende‘ sollte auch hier Leitfaden sein. Die vielen Kriege auf deutschem Boden und von deutschem Boden aus haben uns gelehrt, wie wertvoll Frieden ist.“ Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung am sowjetischen Ehrenmal fand im Stadtpark eine weitere Erinnerungsveranstaltung statt, zu der die Arbeitsgemeinschaft „Gegen das Vergessen“ eingeladen hatte. Der Gruppe, die sich erst im Vorfeld des 8. Mai gegründet hatte, ging es vor allem darum, ein Angebot zur Auseinandersetzung mit den Gefahren von Faschismus und Krieg zu unterbreiten und Menschen zu sensibilisieren. Auch für die eigene Geschichte in Form einer Ausstellung über das Jugend-KZ Uckermark, von dem viele, so Natascha Feld, eine der Initiatorinnen, gar nichts wüssten.

Im Vorfeld der Gedenkveranstaltung am Sowjetischen Ehrenmal wurden bereits Mitte April weitere Tafeln mit Namen von Soldaten der Sowjetarmee angebracht, die in Prenzlau und Umgebung ums Leben kamen. Bereits im Vorfeld der Gedenkveranstaltung 2021 hatte die Stadt Prenzlau zusammen mit dem Büro für Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit der Botschaft der Russischen Föderation die in der Stadt bzw. in der Botschaft vorliegenden Gräberlisten abgeglichen. Dabei wurden Doppelungen bereinigt und es stellte sich heraus, dass insgesamt 79 Namen bislang nicht auf den Gedenkplatten verewigt waren. Im Sinne der im Einigungsvertrag festgeschriebenen Verpflichtung der Bundesrepublik Deutschland, die sowjetischen Gedenkstätten auf deutschem Boden zu erhalten und zu pflegen, hatte die Stadt zugesagt, die bislang noch fehlenden Namen auf Granitplatten zu verewigen.

Quelle/Fotos: spz/Stadt Prenzlau

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