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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Geprellte Löhne: Schwarzarbeit soll in der Uckermark präsenter sein

Datum: 22.06.2022
Rubrik: Wirtschaft

Uckermark. Lohn-Prellerei aufgedeckt: Das Hauptzollamt Frankfurt (Oder), das auch für den Landkreis Uckermark zuständig ist, hat im vergangenen Jahr 56 Verfahren gegen Unternehmen eingeleitet, weil Mindestlöhne unterschritten, gar nicht oder zu spät gezahlt wurden. Dabei verhängten die Beamten Bußgelder in Höhe von rund 219 000 Euro. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) mit. Die Gewerkschaft beruft sich dabei auf eine Erhebung des Bundesfinanzministeriums für den Bundestagsabgeordneten Bernhard Daldrup (SPD), der auch Mitglied im Finanzausschuss des Parlaments ist. Demnach entfielen 14 Ordnungswidrigkeitsverfahren auf Baufirmen in der Region, gegen die Geldbußen von 60 200 Euro verhängt wurden.
„Die Zahlen zeigen, dass es viele Arbeitgeber mit der Bezahlung ihrer Beschäftigten nicht so genau nehmen. Der Zoll sollte daher auch im Kreis Uckermark noch mehr Präsenz zeigen. Das Risiko für schwarze Schafe, bei einer Kontrolle erwischt zu werden, ist noch immer zu gering“, sagt Astrid Gehrke. Die IG BAU-Bezirksvorsitzende verweist darauf, dass die Arbeit, die auf die Zolleinheit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) zukommt, mehr werde.

Denn mit der geplanten Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns auf 12 Euro pro Stunde stiegen ab Oktober auch die Einkommen Tausender Menschen allein im Kreis Uckermark. „Der Staat muss dann sicherstellen, dass die Beschäftigten den höheren Mindestlohn auch wirklich bekommen. Die wichtige und überfällige Erhöhung des unteren Lohnsockels darf nicht nur auf dem Papier gelten“, so die Vorsitzende der IG BAU Oderland.

Nach Angaben des Bundesfinanzministeriums kontrollierte das Hauptzollamt Frankfurt (Oder) im vergangenen Jahr insgesamt 766 Unternehmen in der Region – 196 davon aus der Baubranche. Im Fokus der Fahnderinnen und Fahnder standen neben Lohn-Tricksereien insbesondere auch Schwarzarbeit, illegale Beschäftigung und Steuerbetrug: Insgesamt leiteten die Frankfurter Zöllner hier 1591 Strafverfahren ein (Bau: 157).

Quelle/Foto: Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Bezirksverband Oderland

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