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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Museumstag: Wittstocker bringen alte Technik zum Laufen

Stalinschmalz und heiße Waffeln

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Datum: 29.07.2022
Rubrik: Gesellschaft

Wittstock. Nicht nur, wer auf dem Dorf groß geworden ist, weiß das Landleben zu schätzen. Viele Großstädter, zumeist Berliner kaufen in der schönen Uckermark Häuser und Grundstücke, um hier ihre Wochenenden und Ferien zu verbringen. Denn es ist so idyllisch, fast schon romantisch, so ruhig eben, ok, manchmal wird es laut, aber das gehört auf dem Dorf eben dazu. (Eiko & Co. Mit Trekker). Gerade in Wittstock hat man große Freude daran, alte Landwirtschafts-Technik wieder zum Laufen zu bringen. Leise ist das auch nicht, aber zumindest die Einheimischen nehmen es mit Gelassenheit. (Aufnahmen von Martin, Stationsmotor wird angeschmissen) Das Bauernmuseum im Dorf beherbergt so manches Schätzchen. Einiges davon darf und soll ausprobiert werden.

Der Heimat- und Museumsverein zu Wittstock e.V. kümmert sich um das Museumsgebäude samt Hof. Etwa 3500 Exponate haben sich über die Jahre angesammelt. Die analoge Inventarliste wird gerade digitalisiert. Das Museum ist – heute würde man es Projekt nennen – zu Ehren des 25. Jahrestages der DDR entstanden. 1974 haben sich einige Wittstocker zusammen getan und eine kleine heimatkundliche Ausstellung entwickelt. Die kam gut an. Die Schule, die sich 1974 noch in dem heutigen Museumsgebäude befand, stellte den Heimatkundlern einen Raum im Dachgeschoss zur Verfügung. Als die Schule in den 80iger Jahren auszog, bekamen die Laien-Historiker das ganze Haus. So ist es noch heute. Die Gemeinde Nordwestuckermark stellt dem Verein Gebäude und Außengelände zur Verfügung. 25 Mitglieder hat der Verein. Neue Mitstreiter sind immer willkommen, denn zu tun ist hier genug. Jeden ersten und dritten Sonntag – von April bis Oktober – wird das Museum geöffnet. Und ein Besuch lohnt sich. Wo sieht man schon eine komplett eingerichtete Bauernküche ohne jeglichen Schnickschnack, der mit Strom betrieben werden muss. Die Bäuerin, die in dieser Küche wirtschaftete hatte keine Küchenmaschinen, hier ging alles per Hand. In Wittstock steht die zweitälteste Feuerwehrspritze des Landes Brandenburg. Sie wurde 1778 in Berlin gebaut. Bis sie in den Ruhestand verabschiedet wurde, kam sie in Fürstenwerder zum Einsatz. Der Dreschkasten mit Presse ist ein Unikum aus den 50 iger Jahren. Lange war das damals hochmoderne Teil nicht im Einsatz, weil der Eigentümer in die LPG eingetreten ist. So stand der Dreschkasten viele Jahrzehnte in der Scheune und wurde von dem Wittstocker Verein gegen Weizen und Stroh eingetauscht. Ideen muss man haben.

Draußen wie drinnen finden sich in diesem Museum Utensilien, die es so gar nicht mehr gibt. Und es macht Spaß, alles zu betrachten. Das finden die Vereinsmitglieder auch und laden zum 5. Wittstocker Museumstag ein. Wer die Wittstocker kennt, weiß, da kommt einiges auf die Besucher zu.

In Wittstock geht man, was das Ausprobieren anbetrifft sogar noch weiter in die Vergangenheit zurück.

Ob nun Dreschkasten oder Mahlstein – das gewonnene Material wird am 6. August weiterverarbeitet. Zu Stalinschmalz. Eine Erfindung der Nachkriegszeit, als es im Grunde nichts gab. Keine Angst, am 6. August ist mehr im Angebot als Stalinschmalz auf Brot. Für eine gastronomische Versorgung ist selbstverständlich gesorgt. Auf eine besondere Leckerei soll hier noch hingewiesen werden: Waffeln, die in einem historischen Eisen gebacken werden. Los geht es am 6. August um 10 Uhr. Die Veranstaltung endet um 16 Uhr. Ach ja, Badesachen nicht vergessen, die Freiwillige Feuerwehr Wittstock/Schapow organisiert Wasserspiele.

 

 

 

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