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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Ohne Sprache gibt es keine Zukunft

Neubrandenburgerin ist im Einsatz für die anderen

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Datum: 27.07.2022
Rubrik: Gesellschaft

Neubrandenburg. Luise Breider liebt die Menschen. Wenn um sie herum Trubel herrscht, wie hier im Interkulturellen Zentrum in Neubrandenburg, fühlt sie sich so richtig wohl. Dabei ist die Neubrandenburgerin in einem Alter, in dem andere die Füße hochlegen und Fünfe gerade sein lassen würden. Luise Breider nicht. Ruhestand? Fehlanzeige. Die 67-Jährige leitet mit der größten Selbstverständlichkeit das Projekt „Teilhabe durch Engagement“. 

Dass nur durch Engagement etwas erreicht werden kann, weiß Luise Breider aus eigener Erfahrung. Vor circa 30 Jahren kam die Russlanddeutsche, die in Kasachstan geboten wurde, mit ihrer Familie nach Deutschland. Ein im Grunde fremdes Land, auch wenn es zu Hause – in der Sowjetunion, später in Russland Heimat, die alte Heimat, genannt wurde. Die Russlanddeutschen, die in den 90er Jahren in die BRD kamen, mussten sich erst etwas aufbauen. Und so geht es heute auch den Menschen, denen Luise Breider hilft.  

Zum Glück gibt es Zeitgenossen wie Luise Breider, die, ohne viel zu fragen, helfen. Natürlich auch, weil die Projektleiterin das Ankommen in einem fremden Land am eigenen Leib erlebt hat. Bei „Teilhabe durch Engagement“ werden den Teilnehmern Möglichkeiten gezeigt, wie sie Fuß fassen können in Deutschland. Wichtig ist das vor allem für geflüchtete Familien. Denn gerade die Kinder sollen so schnell wie möglich ein normales Leben haben. Die Menschen wollen arbeiten, da kommt aber niemand in ihre Unterkunft und bietet ihnen einen Job an. Durch Warten verändert sich nichts. Eine Lektion, die so mancher Geflüchtete bei Luise Breider lernen muss. Und die 67-Jährige wird noch deutlicher: 

Das zu vermitteln ist nicht einfach. Immerhin kommen in das Interkulturelle Zentrum Besucher, die bis zu 12 verschiedenen Nationalitäten angehören. Syrien, Somalia, Iran, Irak, Ukraine, Tschetschenien oder Grusien. Zunächst arbeitet jedes Land in einer eigenen Gruppe. Später kommen alle zusammen. Was dann passiert freut Luise Breider jedes Mal. In den Flüchtlingswohnheimen lebten einige der Projektteilnehmer auf derselben Etage und redeten trotzdem kein Wort miteinander. Im Interkulturellen Zentrum, in dem eine Luise Breider mit Zartgefühl, aber auch mit Entschlossenheit agiert, werden sie zu Freunden. Die Gründe, warum Menschen nach Deutschland kommen, sind ganz unterschiedlich. Politische Gründe, Krieg, Familienzusammenführung, aber auch wirtschaftliche Gründe. Das ist Luise Breider egal. Was ihr nicht gleichgültig ist, ist das, was die Frauen und Männer daraus machen, in Deutschland zu sein.  

Und nicht selten ist es das Ehrenamt, durch das ein Geflüchteter einen Arbeitsplatz bekommt. Denn Luise Breider und ihr Team sind gut vernetzt und arbeiten mit Vereinen, Organisationen, aber auch Neubrandenburger Firmen zusammen.  Das Allerwichtigste, das zuerst in Angriff genommen werden muss, ist das Erlernen der deutschen Sprache. „Ohne Sprache gibt es keine Zukunft, verdeutlicht Luise Breider. Und selbstredend stehen die 67-Jährige und ihre Mitstreiter gerade bei diesem wichtigen Punkt helfend zur Seite.  

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