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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Moorige Themen standen in Hohengüstow auf Tagesordnung

Wasser soll wieder in Moore fließen

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Datum: 24.10.2022
Rubrik: Wirtschaft

Hohengüstow. Wer denkt Moor, das ist eine wabbelige Masse, die unangenehm riecht und um die man einen großen Bogen machen sollte – der irrt. Nicht nur ist Moor ein exzellenter Klimaschützer. Aus Moorbiomasse wird Beeindruckendes hergestellt: Biogas, Verpackungen, Torfersatz, Pellets, Chemikalien, Plattenwerkstoffe, organischer Dünger oder Mini-Häuser. Und es geht noch mehr in Sachen Moor. Wie moorerhaltende Landbewirtschaftung funktionieren kann, was die Herausforderungen der nassen Moorbewirtschaftung sind und warum jedes Moor richtig wichtig ist, wurde jetzt während einer Infoveranstaltung in Hohengüstow besprochen.

Allein in der Uckermark gibt es mehr als 30 000 Hektar Moor, davon sind circa 22 000 Hektar in der Bewirtschaftung. Die Uckermark hat also schon recht viele Flächen, die Torfboden unter sich haben. Moorlandschaften mit ihrer einzigartigen Artenvielfalt sind zunehmend durch Entwässerung und Nutzungsintensivierung bedroht. In Deutschland gelten heute nur noch rund fünf Prozent der ursprünglichen Moore als naturnah. Das soll sich ändern. Ein Transformationsprozess wird in Gang gesetzt. Niemand muss nun Angst haben, dass die etwa 260 000 Hektar Moorfläche in Brandenburg nicht mehr bewirtschaftet werden. Vielmehr soll es eine andere Art der Bewirtschaftung sein.

In Sachen angepasster Technik gibt es schon die eine oder andere Maschine. Viele Firmen produzieren bereits in diesem Sektor. Viele Faktoren sind zu bedenken: Die Flächen, auf denen gearbeitet wird, sind nass, die Maschinen dürfen nicht einsinken. Die Feuchtigkeit sorgt für Verschleiß. An dem WIE kann auf diesen Flächen gewirtschaftet werden, wird bereits erfolgreich gearbeitet. Die Fragestellung ist nun vielmehr, WAS kann man daraus machen. Erstaunlich viel.

as findet Torsten Galke aus Greifswald auch. Er präsentierte in Hohengüstow ein Tiny-House, das mit Material gebaut wurde, das im Moor wächst. Schilf, Rohrkolben, Gräser, das Holz der Erle – all das gibt es in diesem kleinen Haus. Grob vereinfacht werden Schilf, Kolben oder Gräser in ausgeklügelten Prozessen zerfasert. Entweder werden sie in Kügelchenform als Dämmmaterial verwendet oder sogar zu Matten beziehungsweise Platten gepresst. Aus letzterem lassen sich dann sogar Schränke zimmern. Für die Holzverkleidung wird Erlenholz genutzt. Die Erle ist gut an nasse Standorte angepasst. Und nass ist es ja im Moor und soll es auch wieder werden. Viele gute Gründe sprechen dafür, wie nicht zuletzt auch die Veranstaltung in Hohengüstow gezeigt hat.

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