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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Agrar- und Klimaschutzministerium stellt 1,9 Millionen Euro bereit

Datum: 25.10.2022
Rubrik: Wirtschaft

Uckermark. In Berlin diskutierte Minister Vogel mit Havita-Geschäftsführer Klaus Bauer und den FBB-Gesellschaftern Sabine Kabath (Vizepräsidentin Bioland und Geschäftsführerin Biogärtnerei Watzkendorf), Ludolf von Maltzan (Geschäftsführer Ökodorf Brodowin), Frank Rumpe (Biohof Kepos und Aufsichtsrat Regionalwert AG Berlin-Brandenburg), Georg Kaiser (Aufsichtsratsvorsitzender Bio Company SE) sowie Daniel Riesener und Daniel Götze (Gemüsebaubetrieb Bio-Alpakaland) über regionale Kooperationen entlang der Wertschöpfungskette und die aktuelle Situation der Betriebe. Für den Ausbau und die Förderung regionaler Wertschöpfung – also der klimaschonenden Erzeugung, Verarbeitung und des Vertriebs von Erzeugnissen in der Region Brandenburg-Berlin – stellt das Agrar- und Klimaschutzministerium im ersten Schritt 1,9 Millionen Euro bereit. Ab dem Jahr 2023 sollen in der neuen EU-Förderperiode 2,5 Millionen Euro dazukommen, um die Verfügbarkeit, Verarbeitung und Vermarktung Brandenburger Lebensmittel, aber auch von Produkten aus Hanf, Holz oder moorschonender Landwirtschaft zu verbessern.

Agrar- und Klimaschutzminister Axel Vogel hat die Ziele und Inhalte der Förderung heute auf einer „Wertschöpfungskettentour“ vorgestellt. Regionale Wertschöpfung zu stärken ist die im Koalitionsvertrag verankerte Aufgabe der Landesregierung.

Aus den 16 eingegangenen Anträgen wird das Agrar- und Umweltministerium bis Ende 2022 die erfolgversprechendsten Vorhaben auswählen. Die Spanne reicht dabei von Getreidealternativen und Leguminosen, also Eiweißkulturen wie Linse oder Kichererbse, über Nutzhanf, Holz und Baustoffe bis zu Erzeugnissen aus moorschonender Bewirtschaftung (Paludikulturen).

Das Landwirtschafts- und Klimaschutzministerium hat seit 2020 bereits die Beratung und Förderung im Agrarbereich ausgebaut sowie 2022 zwei Qualitätszeichen eingeführt. Die Siegel ‘Gesicherte Qualität Brandenburg‘ und ‘bio Brandenburg. Gesicherte Qualität‘ sollen gute Erzeugnisse aus der Mark erkennbar machen und allen Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Orientierung bieten, die gezielt nach Milch, Joghurt und Käse, Getreide, Gemüse und Obst, Fleisch und verarbeiteten Lebensmitteln in guter Qualität aus Brandenburg suchen.

Für regionale Erzeugung und Wertschöpfung in Verbindung mit Tierwohl sind dezentrale Schlachtmöglichkeiten ein wichtiger Bestandteil. Deshalb fördert das Agrar-Umweltministerium mit rund 2 Millionen Euro aus dem Zukunftsinvestitionsfonds Brandenburg den Aufbau von mobiler Hühnerhaltung mit Zweinutzungsrassen sowie die Schaffung von mobilen Schlachteinheiten für Geflügel, Rinder und Schweine am Institut für Fortpflanzung landwirtschaftlicher Nutztiere Schönow e.V.

Die Stärkung von ökologischen Produkten für Brandenburg – vom Anbau bis zur Vermarktung - ist zudem Ziel des vom Agrar-Umweltministeriums erarbeiteten Ökoaktionsplans. Erstellt wird außerdem die Bioökonomiestrategie, mit der natürliche, nachwachsende und ressourcenschonende Produkte in vielfältigen Verwendungsformen gefördert werden. Über die Richtlinie zur Förderung der Verarbeitung und Vermarktung landwirtschaftlicher Produkte für Verarbeiter und die Richtlinie für Einzelbetriebliche Investitionsförderung für Landwirte und speziell auch Gärtner stehen weitere Instrumente zur Verfügung, um Investitionen in regionale Lebensmittelherstellung zu fördern.

Gemüsebaubetrieb Bio-Alpakaland

Die Entstehungsgeschichte des Gemeinschaftsunternehmens FBB und die Etablierung der Wertschöpfungskette für den Gemüsebetrieb in der Nordwestuckermark können eine „Blaupause“ für Wertschöpfungsketten in der Brandenburger Land- Forstwirtschaft sein. Die beteiligten Akteure wurden bei der Unternehmensgründung und -entwicklung eng von Wertschöpfungskettenentwicklerinnen unterstützt – diese Begleiter werden über die neue Ministeriumsrichtlinie nun gezielt gefördert. Ein ebenso wichtiger Baustein ist der Wissensaufbau bei den Erzeugerbetrieben in Landwirtschaft und Gemüsebau – realisiert durch die Kombination von unterschiedlichen Beratungsformaten und die Begleitung durch einen erfahrenen Mentor.

Das Landwirtschaftsministerium unterstützt über den Agrarmarketingverband pro agro e.V. Maßnahmen Brandenburger Unternehmen zur Verkaufsförderung regionaler Produkte. Um auf dem hart umkämpften deutschen Markt Brandenburger Lebensmittel dauerhaft zu platzieren, kann auch die Berliner Ernährungsstrategie helfen, die mehr biologische, saisonale und regionale Lebensmittel auf die Hauptstadtteller bringen soll. Beim Projekt „Kantine Zukunft“ mit regionalem Bio-Essen in Schulen, Kitas und Betrieben können Brandenburg und Berlin eine Symbiose von nachhaltiger Ernährung und regionaler Landwirtschaft bilden. Für Brandenburg wird derzeit eine Ernährungsstrategie erarbeitet.

Mit seinen rund 3,4 Millionen Einwohnern zählt Berlin zu den größten Absatzmärkten Europas. Zusammen mit dem Land Brandenburg erweitert sich der regionale Absatzmarkt auf rund 6 Millionen Konsumenten in gut 3 Millionen Haushalten.

Quelle/Foto: Ministerium für Landwirtschaft, Umwelt und Klimaschutz des Landes Brandenburg/J. Stratenschulte

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