Informationen über Cookies auf dieser Website

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Regionale Lebensmittel einkaufen - jetzt erst recht!

Datum: 14.11.2022
Rubrik: Wirtschaft

Potsdam. Ein Zusammenschluss von vielen Markenunternehmen aus Brandenburg will mit einer Aktionskampagne den Dialog mit Verbraucherinnen und Verbrauchern suchen. Der Appell ist sehr ernst gemeint: Aufgrund der rasenden Inflation und vielen Ängsten von Menschen vor den Kostensteigerungen werden immer weniger regionale Lebensmittel eingekauft. Für die brandenburgischen Lebensmittelhersteller ist das ein Dilemma, denn zu den explorierenden Kosten brechen jetzt auch wichtige Umsätze weg. Mit Anzeigen, Radiospots und Aktionen möchten die Unternehmer direkt und persönlich aufzeigen, wie wichtig es gerade in der Krise ist, Lebensmittel von Unternehmen aus Brandenburg zu kaufen. Nur so lässt sich die Gefahr abwenden, dass Unternehmen komplett aufgeben müssen.

Die am 14. November gestartete Aktionskampagne wird über vier Wochen bis zu Beginn der Vorweihnachtszeit andauern. Mit dabei sind Markenunternehmen aus klassischer Produktion und Bio und aus den Produktsegmenten Fleisch, Wurst, Milch, Brot, Eier, Gemüse, Obst und Spezialitäten. Außer Anzeigen und Radiospots planen die Initiatoren auch direkte Dialoge mit Menschen vor Supermärkten und Solidaritätsaktionen am Landtag Potsdam und dem Abgeordnetenhaus in Berlin. Ziel ist es, in den kommenden Wochen und Monaten den Kauf regionaler Lebensmittel durch Verbraucherinnen und Verbraucher stabil zu halten oder auszubauen und den Menschen der Hauptstadtregion Argumente zu liefern, nicht nur zu No-Name- oder Billigprodukten zu greifen.

„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Der Handel ist nicht in der Lage, unsere gestiegenen Kosten aufzufangen. Die als bereits sehr hoch empfundenen Preise im Supermarkt würden dann noch weiter steigen. Höhere Preise erzeugen noch mehr Kaufzurückhaltung. Aktuell verkaufen wir rund 20 Prozent weniger an den Handel. Ich rechne in 2023 mit unverschuldeten Mehrkosten von 400 000 Euro. Das schafft Ucker-Ei nur, wenn im Supermarkt nicht immer zum Billig-Ei von Irgendwo, sondern zu unserem Markenprodukt gegriffen wird", so Hanka Mittelstädt, Landwirtin und Inhaberin der Ucker-Ei GmbH.

„Das Bäckerhandwerk und damit auch mein Unternehmen verbraucht bei jedem Arbeitsgang Energie. Bereits mit dem Aufschließen der Tür um 4 Uhr morgens tickt der Zähler. Dazu steigen die Preise für Mehl, Gewürze und andere Zutaten jeden Monat. Meinen treuen Kunden in den Filialen kann ich doch kein Brötchen für 2 Euro anbieten, dann kauft niemand mehr. Dass was wirklich helfen wird ist, dass Menschen in unsere Filialen kommen und möglichst ihren gesamten Bedarf an Backwaren bei uns kaufen. Vielleicht ist das ein bisschen teurer, aber das Geld bleibt in der Region und wird wieder hier investiert", verdeutlicht Tobias Exner, Inhaber Bäckerei Exner.

„Natürlich verstehen wir, dass Menschen sparen wollen. Nur muss jedem Verbraucher klar sein, dass billig und billiger wie ein Bumerang zurückkommt. Unsere Unternehmen in Brandenburg beschäftigen mehrere tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu tarifgebundenen Gehältern. Wir bezahlen unsere Steuern hier, fördern den Sport, Sozialprojekte und Kultur. Falls wir als Eberswalder nicht durch die Krise kommen, stirbt der letzte große Markenhersteller von Fleisch und Wurst in der Region. Dann gibt es nur noch die großen Anbieter aus dem Westen, die durch ihre Marktmacht letztendlich vom Tod des Mittelstands profitieren würden", sagt Sebastian Kühn, Geschäftsführer Eberswalder Gruppe.

Am 17. November um 8.15 Uhr vor der Plenarsitzung im Landtag Potsdam, werden die Unternehmerinnen und Unternehmer den Ministerpräsidenten, die Minister und Fraktionsvorsitzenden aller im Landtag vertretenen Parteien zu einer Solidaritätsaktion vor dem Landtag in Potsdam einladen. Unternehmen der Initiativgruppe sind Ucker-Ei, Bäckerei Exner, Werder Frucht, Löwendorfer Geflügelhof, Eberswalder Wurst, Sandorn - Christine Berger, Ökodorf Brodowin, Golßener Fleisch- und Wurstwaren, Hemme Milch, Gut Schmerwitz und der Spargelhof Klaistow.

Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Aktionskampagne interessieren, finden Hintergründe zu allen Unternehmen und deren Argumenten unter regional-jetzt.de. Die Koordination aller Aktivitäten übernimmt pro agro, Verband zur Förderung des ländlichen Raumes in der Region Brandenburg-Berlin e.V..

Quelle: Brandenburgische Unternehmens–Initiative der Ernährungswirtschaft  c/o pro agro e.V./Foto: UM-TV

 

Weitere Meldungen aus dieser Rubrik


Innenminister Christian Pegel...

Güstrow. 223 Berufsanfängerinnen und Berufsanfänger der Polizei Mecklenburg-Vorpommern haben am 25.... [zum Beitrag]

Programm zur Förderung von...

Schwerin. Ab dem 8. November können Bürgerinnen und Bürger in Mecklenburg-Vorpommern Anträge auf Förderung... [zum Beitrag]

Bauen & Wohnen

BAUEN & WOHNEN ist ein Ratgeber-Magazin mit praktischen Tipps, aktuellen News und interessanten... [zum Beitrag]

Mittelstands- und...

Prenzlau. Die Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung Uckermark hatte am 29. Oktober zu einer weiteren... [zum Beitrag]

Kreuzfahrtschiff "Global 1" wird in...

Wismar. Das Kreuzfahrtschiff "Global 1" soll in Wismar fertiggebaut werden. Die amerikanische... [zum Beitrag]

Ahorn Seehotel Templin mit dem...

Templin. Als eines von zehn Unternehmen aus der Mark Brandenburg konnte das Ahorn Seehotel Templin in der... [zum Beitrag]

Bildungsministerium in M-V wirbt für...

Schwerin. Am 30. November präsentieren sich bei der 5. Landesweiten Schulmesse an der Universität Rostock... [zum Beitrag]

Beste Nachwuchsaugenoptikerin stammt...

Eggesin. Victoria Brock aus Eggesin in Mecklenburg-Vorpommern wird das Bundesland Baden-Württemberg, wo... [zum Beitrag]

Arbeitgeber Land M-V mit „Most...

Schwerin. Das Land Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den beliebtesten Arbeitgebern Deutschlands. Das ist... [zum Beitrag]