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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Land Brandenburg setzt Frauenhilfesystem um

Datum: 23.11.2022
Rubrik: Politik

Potsdam. In Deutschland erlebt jede dritte Frau mindestens einmal in ihrem Leben physische oder sexualisierte Gewalt. Alle 45 Minuten wird eine Frau durch ihren Partner gefährlich körperlich verletzt. Jeden dritten Tag tötet ein Mann seine Partnerin oder die Ex-Partnerin. Die größte Gefahr für Frauen, Gewalt zu erleiden ist nach wie vor der private Raum. Auch in Brandenburg ist die Häusliche Gewalt mit gut 5000 erfassten Straftaten im vergangenen Jahr nach wie vor hoch. Die Polizei geht zudem von einer hohen Dunkelziffer aus, weil Taten nicht angezeigt werden. Betroffen sind meistens Frauen.

Derzeit stehen in Brandenburg 295 Plätze in 24 Schutzeinrichtungen für Frauen und ihre Kinder zur Verfügung. Die Istanbul-Konvention, das Übereinkommen des Europarats zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt, hält ein weitaus größeres Angebot für angemessen. So soll pro 10 000 Einwohnerinnen 1 Familienplatz (= 2,5 Plätze) zur Verfügung stehen. Für Brandenburg wäre laut Konvention somit ein Angebot von 625 Plätzen erforderlich.

Der notwendige Ausbau des Frauenhilfesystems hat begonnen. Dafür setzt das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz das Bundesinvestitionsprogramm „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“ im Land Brandenburg um. Bis 2024 stehen damit Bundesmittel in Höhe von jährlich 860 000 Euro für investive Maßnahmen zur Verfügung, das Land übernimmt die Kofinanzierung, um Schutzräume und Beratungsstellen aus- und barrierefrei umzubauen. Ab 2025 sollen zunächst 60 zusätzliche Bettenplätze (ca. 20 Familienzimmer) zur Verfügung stehen.

Die Vereinten Nationen haben den 25. November bereits 1999 zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen erklärt. Die Initiative entstand in Reaktion auf einen schweren Fall von Gewalt an Frauen in der Dominikanischen Republik, der geschlechtsbezogene Gewalt auch als Mittel politischer Repression und Kriegsführung offenlegte. In Deutschland wird seit dem 25. November 2001 in vielen Kommunen ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen und Mädchen gesetzt. Auch am Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz sowie im Innenhof des Brandenburger Landtags werden erneut die Flaggen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt an Frauen gehisst.

Quelle: Ministerium für Soziales, Gesundheit, Integration und Verbraucherschutz des Landes Brandenburg

Foto: M. Gambarini

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