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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Kosten für tierärztliche Behandlungen sind enorm angestiegen

Datum: 24.11.2022
Rubrik: Gesellschaft

Uckermark. Der Tierarztbesuch könnte in Zukunft für Tierbesitzer:innen deutlich teurer werden. Grund hierfür ist eine Reform der Gebührenordnung für Tierärzt:innen (GOT), die am 22. November 2022 in Kraft getreten ist. Vor einigen Monaten hat das Bundeskabinett die vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) vorgelegte Gebührenordnung verabschiedet.

Auch weil es sich dabei um die erste komplette Reform seit 1999 handelt, war es ein Ziel, die Gebührensätze so zu definieren, dass sie den Veterinär:innen ein wirtschaftlich vernünftiges Auskommen ermöglicht und dabei den veterinärmedizinischen Erkenntnisstand und die Kosten der Praxisgerätschaften berücksichtigen. Zudem wollte der Gesetzgeber hier ein transparentes Preisgefüge schaffen, das den Tieren und ihren Halter:innen zugutekommt. So wurden die Sätze der neuen GOT auf einzelne Behandlungsschritte heruntergebrochen und deren Kosten auf Basis der benötigten Zeit veranschlagt. Eine Impfung etwa, die nach der alten Tierarztgebührenordnung 5,77 Euro kostete, schlägt nun mit 11,50 Euro zu Buche -  beim 1-fachen GOT-Satz und zuzüglich Narkosekosten. Halter:innen zahlen jedoch meist den doppelten oder dreifachen Satz, denn generell können alle tiermedizinischen Leistungen weiterhin mit dem 1- bis 4-fachen Satz berechnet werden, je nach individuellem Aufwand und Dringlichkeit.

So lassen sich Tierarztkosten einsparen – und das Tier bleibt lange fit
Auch wenn die Novellierung der Gebührenordnung nachvollziehbar und die Wirtschaftlichkeit der Tierärzt:innen im Interesse der Tiere und Ihren Halter:innen ist, gilt: Die um bis zu 100% steigenden Kosten für notwendige Behandlungen aufgrund von Krankheiten, Vorsorgeuntersuchungen oder z. B. OPs werden zu 100% privat getragen, sofern kein Tierkrankenschutz vorliegt. Doch es gibt eine Reihe von Tipps, wie sich die Kosten reduzieren lassen und die gesundheitliche Versorgung des geliebten Tiers auch angesichts knapper Haushaltsbudgets finanzierbar bleibt.

Tipp 1: Auf regelmäßige Vorsorge achten.
Wie beim Menschen können regelmäßige Präventionsmaßnahmen auch bei Hund und Katze dazu beitragen, dass das geliebte Tier lange gesund und munter bleibt. So sind rechtzeitige Vorsorgeuntersuchungen, Impfungen und Wurmkuren ein gutes Mittel, um ernsthaften Erkrankungen vorzubeugen und Tierarztkosten zu vermeiden. Es lohnt sich auch, insbesondere Welpen rechtzeitig zur Vorsorge in der Tierarztpraxis des Vertrauens vorzustellen.

Tipp 2: Preise von Tierarztleistungen erfragen und vergleichen.
Auch im Rahmen der neuen Gebührenordnung haben Tierärzt:innen mit der Wahl des 1- bis 4-fachen Satzes einen gewissen Spielraum bei der Gebührengestaltung. Diese unterschiedlichen Sätze berücksichtigen etwa, wenn im Verlauf der Behandlung Komplikationen auftreten oder ein gestresstes Tier von Mitarbeitenden zusätzlich gehalten oder beruhigt werden muss. Auch Notfälle und Wochenendeinsätze rechtfertigen einen erhöhten Satz. Dadurch unterscheiden sich die Preise selbst von Tierarztpraxen in derselben Region aber mitunter erheblich. Tierhalter:innen können im Vorfeld die Höhe des Satzes erfragen und verhandeln. Gerade bei planbaren Behandlungen kann ein Kostenvoranschlag auch dazu beitragen, dass Tierhalter:innen hinterher keine bösen Überraschungen erleben.

Tipp 3: Gewichtsprobleme können zu Beschwerden führen.
Nicht nur Menschen müssen aufs Gewicht achten, sondern auch Hund und Katze riskieren Gesundheitsprobleme durch Übergewicht und falsche Ernährung. Ausreichend Bewegung und eine gesunde Ernährung sind dabei die Grundpfeiler für ein agiles Leben. Ein Blick auf die Zutatenliste des Futterbehälters lohnt sich, denn auch Futtermischungen für Tiere können dick machende oder allergieauslösende Stoffe enthalten. Wer also vorrausschauend in die gesunde Ernährung seines Vierbeiners investiert, tut dem Tier etwas Gutes und verhindert auf lange Sicht mit Erkrankungen verbundene Tierarztkosten.

Tipp 4: Auch in der Veterinärmedizin gibt es Fachexpert:innen.
Egal ob Allergien oder Gelenkbeschwerden, operative Eingriffe oder spezielle rassespezifische Krankheiten – manchmal hilft es, mit seinem Haustier direkt zum geeigneten Facharzt zu gehen. Denn den gibt es auch unter Tierärzten und -ärztinnen. Dabei kann das jeweilige Fachwissen dazu beitragen, dass dem Tier zielgerichtet geholfen wird und dem Vierbeiner unnötige Tests erspart werden. 

Tipp 5: Die Videosprechstunde spart dem Tier Stress und dem/der Halter:in Kosten
Immer öfter bieten auch Tiermediziner:innen Sprechstunden per Videokonferenz an. Das erspart zumindest im Vorfeld den Gang zum Tierarzt, der für viele Vierbeiner eine ungewohnte Stresssituation darstellt. In vielen Situationen erteilen Tierärzt:innen hier eine erste Anamnese und Beratung für die Behandlung mit Hausmitteln. Außerdem können Tierärzt:innen so auch kurzfristig oder zu später Stunde erreichbar sein und mehr ausrichten als mit einem Telefonat – auch denn der Besuch in der Praxis bei Notfällen und ernsteren Erkrankungen weiterhin unumgänglich ist.

Mit Tierkrankenversicherung mehr Kostenkontrolle beim Tierarztbesuch
Hunde- und Katzenbesitzer:innen können sich mit einer Tierkrankenversicherung vor hohen Tierarztkosten schützen und dadurch – gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wichtig – das Kostenrisiko reduzieren. So wird etwa auch vermieden, dass sie sich aus Angst vor ausufernden Kosten nicht oder erst zu spät für den Gang in die Praxis entscheiden.

Quelle/Foto: petolo

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