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Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Arbeitsmarkt in der Uckermark bleibt trotz wirtschaftlicher Lage stabil

Datum: 01.12.2022
Rubrik: Wirtschaft

Uckermark. Trotz der nach wie vor angespannten wirtschaftlichen Lage, bedingt durch Inflation, Energiekrise und weitere Folgen des Ukraine Krieges zeigt sich der Arbeitsmarkt weiterhin stabil. Die Arbeitslosenquote ist im November leicht gestiegen, liegt aber dennoch unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Mit dem Beschluss des Zwölften Gesetzes zur Änderung des Zweiten Buches Sozialgesetzbuch und anderer Gesetze (Bürgergeld-Gesetz) durch den Bundestag und den Bundesrat am 25. November 2022 steht der Umsetzung des Bürgergeld-Gesetzes nun nichts mehr entgegen. Das Jobcenter Uckermark arbeitet mit Hochdruck daran die ab 01. Januar 2023 geltenden Änderungen, insbesondere der verbesserten Leistungen zur Sicherstellung des Lebensunterhaltes, umzusetzen.

Das Sanktionsmoratorium wird zum Jahresende 2022 aufgehoben. Damit sind Leistungsminderungen bei Pflichtverletzungen und Meldeversäumnissen ab 01. Januar 2023 von Beginn des Leistungsbezugs an möglich. Die Vorgaben für Leistungsminderungen (sogenannte Sanktionen) sind auf Basis des Urteils des Bundesverfassungsgerichts vom 5. November 2019 neu geregelt. Künftig wird bei einem Meldeversäumnis der Regelbedarf um 10 Prozent für einen Monat gemindert. Bei der ersten Pflichtverletzung wird der Regelbedarf um 10 Prozent für einen Monat, bei einer zweiten Pflichtverletzung um 20 Prozent für zwei Monate und in der letzten Stufe um 30 Prozent für drei Monate gemindert. Weitere wesentliche Änderungen, wie die verbesserte Freibetragsregelung für alle Erwerbstätigen, der die bisherige Eingliederungsvereinbarung ersetzende Kooperationsplan, die ganzheitliche Betreuung/ Coaching und die verbesserten finanziellen Anreize in Bezug auf Qualifizierung und berufliche Weiterbildungen, gilt es ab 01. Juli 2023 umzusetzen.

Arbeitslosigkeit steigt leicht an

Im Monat November 2022 waren im Landkreis Uckermark im Rechtskreis des SGB II 4 302 Personen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat bedeutet dies eine Steigerung um 17 Personen (0,4 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahresmonat hat sich die Anzahl der im Rechtskreis des SGB II arbeitslos gemeldeten Personen aber weiterhin verringert Die Arbeitslosenquote im SGB II liegt damit, wie auch schon in den Vormonaten unverändert bei 7,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat entspricht dies einem minimalen Anstieg von 0,1 Prozentpunkten. Im Bereich der unter 25Jährigen im Rechtskreis des SGB II liegt im Monat November 2022 die Arbeitslosenquote mit 9,1 Prozent leicht unter dem Niveau des Vormonats. Die Zahl der ausländischen Arbeitslosen im Rechtskreis SGB II beträgt im Monat November 2022 613 Personen und ist damit gleichbleibend zum Vormonat Oktober 2022.

Zahl der Hilfebedürftigen und Zahl der Bedarfsgemeinschaften sinkt leicht

Die Zahl der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten ist im November 2022 um 87 auf 8 338 Personen gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2021 entspricht dies einem Rückgang um 3 Prozent. Bei den Bedarfsgemeinschaften ist im Monat November 2022 weiterhin ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Im Monat November 2022 bezogen 6 761 Bedarfsgemeinschaften vom Jobcenter Uckermark Leistungen. Das sind 32 weniger als im Vormonat. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2021 ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um 184 gesunken.

Arbeitskräftenachfrage und Berufliche Weiterbildung

Wie bereits in den Vormonaten sorgen die wirtschaftlichen Unsicherheiten für eine merklich verhaltene Einstellungsbereitschaft der Unternehmen. Die wenigen Nachfragen der Unternehmen erfolgten branchenübergreifend.Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Förderung der Aufnahme einer Erwerbstätigkeit in Form eines Eingliederungszuschusses an Arbeitgeber rückläufig (-56). Auch hier ist die Unsicherheit der Arbeitgeber hinsichtlich der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung deutlich spürbar. Dafür ist im Monat November ein Anstieg an beruflichen Fort- und Weiterbildungen zu erkennen.

Quelle: Kreisverwaltung Uckermark

Foto: Archiv

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