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Verstanden

Fernsehen aus der Uckermark und Mecklenburg-Vorpommern

Umsetzungsmöglichkeiten der BrandenburgCard in der Uckermark

Datum: 01.12.2022
Rubrik: Gesellschaft

Uckermark. Das Thema öffentlicher Nahverkehr und die dazugehörigen Mobilitätsangebote sind aktuell in aller Munde. Das Land Brandenburg und die dazugehörige Landesmarketinggesellschaft (TMB) beschäftigt sich damit auch. Im Rahmen des Projektes BrandenburgCard wurde eine Machbarkeitsstudie herausgegeben, einzelne Reiseregion als sogenannte Pilotregionen nochmals besonders betrachtet und flankierend mögliche Umsetzungsszenarien und Finanzierungsquellen für eine Art Mobilitätskarte für Übernachtungsgäste vorgestellt. Im Mittelpunkt des Projektes „Brandenburg Card“ steht die Verbesserung der touristischen Erlebbarkeit und Wertschöpfung durch die Vernetzung von Unternehmen des Gastgewerbes, der Freizeit- und Kulturwirtschaft und des öffentlichen Personennahverkehrs mithilfe eines landesweiten Gästekarten-Systems (BrandenburgCard). Gleichzeitig sollen damit die Digitalisierung der kleinteiligen Wirtschaftsstrukturen vorangetrieben, das regionale Einkommen erhöht, die Kooperationsfähigkeit der Akteure untereinander gestärkt sowie kommunale Haushalte durch neue Einnahmequellen entlastet werden.

Mit Stand 30.06.2021 hat die TMB eine Machbarkeitsstudie zu einem landesweiten Gästekartensystem vorgelegt. Begleitet wurde die Studienerstellung von einem Steuerungskreis, bestehend aus Vertreterinnen und Vertreter des Wirtschafts- und Verkehrsministeriums, des Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), des Städte- und Gemeindebunds Brandenburg, des DEHOGA Brandenburg e.V., der IHKn, dem Landestourismusverband Brandenburg e.V. sowie der tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH. Das von den Gutachtern vorgeschlagene Konzept der BrandenburgCard konzentriert sich im ersten Schritt auf eine umlagefinanzierte „Basiskarte“ mit Basisleistungen, wie der entgeltfreien Nutzung des ÖPNV im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg sowie den kostenfreien Eintritten in Einrichtungen der SPSG Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, teilnehmenden Museen und Besucherinformationszentren der Nationalen Naturlandschaften. Darüber hinaus ließen sich anschließend über die geschaffene Infrastruktur auch Zielgruppenkarten für Tagesgäste, Einheimische und Fachkräfte realisieren. Diese Kartenprodukte würden allerdings nicht aus einer Umlage, sondern aus einem Kauf/Freigrenze Sachbezüge bei Arbeitnehmern/Fachkräfte finanziert werden.

Die Finanzierung der Basiskarte erfolgt bei Übernachtungsgästen über einen Kurbeitrag in zertifizierten Orten, der auf kommunaler Ebene einzelortsbezogen auf Grundlage des Kommunalabgabengesetzes Brandenburg (KAG) umgesetzt werden. Notwendige Anpassungen des KAG, damit auch nicht zertifizierten Orten durch Erhebung eines Gästebeitrags für Leistungsbestandteile der Basiskarte ermöglicht werden (derzeit nur für den ÖPNV möglich), sind in Abstimmung mit dem MIK in Arbeit.

Alle Beteiligungspartnerinnen und -partner gewähren dem Gast die freie Nutzung und erhalten in dem Umlagemodell Ausschüttungen aus den generierten Kurbeitragseinnahmen. Beteiligte Kommunen, Regionen und die Landesebene erhalten Zahlungen für jeweilige administrative Aufgaben. Zugangsvoraussetzung und Treiberin in diesem System ist die weitere Digitalisierung der Wertschöpfungskette (digitales Meldewesen, elektronische Erfassung von Besucherströmen, E-Ticketing u.a.m.).

Es liegen detaillierte Funktions- und Kostenmodelle vor. Hervorzuheben ist, dass diese Modelle keine zusätzlichen Kosten durch das Land, die Landkreise oder die Kommunen prognostizieren. Die Aussagen sind mit Erfahrungen aus anderen Regionen unterlegt.

„In der Vergangenheit gab es dazu vielfach Ansätze und erste Umsetzungsschritte auch in den Kommunen der Region. In Templin ist man ja hier bekanntermaßen bereits sehr weit und wir auch immer wieder beispielhaft im Land verwandt. In Prenzlau und Angermünde hat man sich im vergangenen Jahr auch intensiver mit dem Thema digitales Meldewesen, Beitragsmodelle, Vernetzung der Angebote und der weiteren Ausgestaltung eines attraktiven ÖPNVs beschäftigt. Diese und ggfs. zu weiteren Ansätzen wollen wir jetzt mit den Kommunen des Landkreises nochmal in in den Austausch gehen.

Hier wollen wir weiterhin die Berater aus dem TMB-Projekt (BrandenburgCard) mitnutzen. Im ersten Teil des nun geplanten Termins, am 6. Dezember 2022 wollen wir alle Interessierten auf einen Wissensstand bringen. Im zweiten Teil wollen wir bei Bedarf und konkrete Dinge besprechen und ggfs. für die Zukunft abstimmen “ so Anet Hoppe Geschäftsführerin der tmu GmbH.

Quelle/Foto: tmu Tourismus Marketing Uckermark GmbH

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